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Wirtschaftsrecht kommt!

Neuer Studiengang startet 2010

Die Hochschule Konstanz wird zum Wintersemester 2010/11 den neuen Studiengang "Wirtschaftsrecht" starten. Dies beschloss das baden-württembergische Kabinett im Zuge der zweiten Tranche des Programms "Hochschule 2012".

Die HTWG "freut sich riesig, dass das Kabinett unseren Ausbauplänen zugestimmt hat", sagte Präsident Dr. Kai Handel in einer ersten Stellungnahme. Die Hochschule sei seit 2001 "bestrebt, einen Studiengang Wirtschaftsrecht einzuführen". Der "nunmehrige Erfolg ist auch dem breiten Engagement der regionalen Wirtschaft und des Landtagsabgeordneten Andreas Hoffmann zu verdanken", so der Präsident weiter, und: "Wir freuen uns auch, dass wir Neues schaffen, statt bereits Bestehendes auszubauen".

Freuen sich über den neuen Studiengang: Präsident Dr. Kai Handel, IHK Hauptgeschäftsführer und Kuratoriumsvorsitzender Prof. Dr. Claudius Marx und der Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann (v. l.). Bild: HTWG

Der Abgeordnete Hoffmann betont, dass "angesichts der Vorleistungen, die die HTWG zur Einrichtung des Studiengangs gebracht hat und des guten Rufs der Hochschule, es nicht schwer war, auch die Fraktion davon zu überzeugen".

Der praxisorientierte Bachelorstudiengang wird sieben Semester umfassen, einschließlich eines Praxissemesters. Inhaltlich bilden relevante Rechtsgebiete mit 50 Prozent den Schwerpunkt, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre werden zu 35 Prozent gelehrt, 15 Prozent entfallen auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen.

Als grundlegende Rechtsgebiete stehen Unternehmensrecht, Wirtschaftsprivatrecht, Vertragsgestaltung sowie Personal- und Arbeitsrecht im Mittelpunkt. Durch die thematischen Schwerpunkte "Intellectual Property Management", "Compliance Management" und "Contract Management" unterscheidet sich der Konstanzer Studiengang deutlich von vergleichbaren Angeboten, etwa an den Hochschulen Pforzheim und Nürtingen.

Seine "hohe Praxisorientierung und Interdisziplinarität unterscheiden Wirtschaftsrecht grundlegend auch von der generalistisch auf den Richterberuf angelegten klassischen Juristenausbildung", erläutert Präsident Handel. Die Ausbildung zum Wirtschaftsjuristen verstehe sich deshalb "auch nicht als Konkurrenz zur klassischen Juristenausbildung".

Zu den Tätigkeitsfeldern künftiger Absolventen zählen die rechtliche Beratung der Unternehmensleitung bei wirtschaftlichen Entscheidungen, die Erstellung von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für betriebliche Abläufe und Entscheidungsprozesse, die Verhandlung, Gestaltung und laufende Überwachung von Verträgen, der Aufbau eines "Compliance Programms" oder der rechtliche Beistand bei der Unternehmens- und Projektfinanzierung. Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld ist die Anmeldung, Verwaltung, Durchsetzung und Verteidigung von gewerblichen Schutzrechten.

Dass in der Wirtschaft die Nachfrage nach Wirtschaftsjuristen hoch ist, haben Umfragen ergeben, die die HTWG bereits im Vorfeld ihres Antrags an die Landesregierung durchgeführt hat.
So weist die IHK Hochrhein-Bodensee in einer Stellungnahme darauf hin, dass gerade in den meisten mittelständischen Unternehmen die "kontinuierliche, betriebsinterne Überwachung aller rechtlich relevanten Beziehungen", etwa zu Kunden und Lieferanten aber auch etwa beim Wettbewerbsrecht von großer Bedeutung sind. Was aus Sicht der Kammer bisher ebenfalls fehlt, ist "der präventive Einsatz eines rechtskundigen Mitarbeiters, der das gesamte Vertragsmanagement umfasst". IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Claudius Marx formuliert es pointiert: "Ein Wirtschaftsjurist hätte im Unternehmen auch die Aufgabe, dass es erst gar nicht zu einem Rechtsstreit kommt". Die Kombination von "Recht und hohem kaufmännischen Sachverstand ist ideal", sagt Marx.

Sowohl an der Hochschule als auch in der Wirtschaft werden dem Studiengang Wirtschaftsrecht, der zunächst mit 35 Studienanfängerplätzen starten wird, sehr gute Chancen bescheinigt. Nicht nur wegen der Inhalte, die ihn "unverkennbar machen", wie Präsident Handel sagt. Der Trend gehe seit etlichen Jahren verstärkt zu "Studiengängen, die ein technisches oder sprachliches Fach mit wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten kombinieren".

Der Studiengang wird auch zum quantitativen Ausbau der HTWG Konstanz beitragen: Die Studiengänge, die die Hochschule bereits in der ersten Tranche des Programms "Hochschule 2012" neu gründen oder ausbauen konnte, haben die Kapazität bereits um elf Prozent erhöht. Durch das Wirtschaftsrecht kommt ein weiterer Ausbau um vorerst vier Prozent hinzu.

 

   


Der Bär ist los

EventProduktion spielt Heiner Müller

Nach der Campus Comedy "Bachelors of Hearts", die beim internationalen Theaterfestival in Minsk (Belarus) im Oktober 2008 zwei Awards erhielt, zeigt die EventProduktion der HTWG in der Trilogie "Studium und Wissenschaft" jetzt das Greuelmärchen "Leben Gundlings Friedrich II. Lessings Schlaf Traum Schrei" von Heiner Müller (1929 - 1998).

Geschichtsstunde auf der Bühne? Genial daneben. Eigenartige und schräge Situationen, grelle Figuren und schrille Töne bewegen sich um ein rasendes Bett, einen Bären, ein Schlachtfeld, um eine (echte) amerikanische Limousine, einen Thron als Turngerät, seltsame Erziehungsapparaturen und treiben die Szenen in wildem Slalom von der Komödie in die Tragödie, von der Parodie in die Farce.

Bild: EventProduktion

Gute Unterhaltung mit dem legendären Hofnarren und Trinker Jakob Gundling, der zum Leiter der Preussischen Akademie der Wissenschaften berufen wurde. Mit Friedrich II., Lessing, Voltaire, Schiller un anderen trifft man alte Bekannte. Allerdings nicht so, wie man sie kennt.

Studenten und Soldaten hetzen über die Bühne, ein Mädchenchor ist ebenso zu hören wie Hausmusik ausser Kontrolle. Ein Anstaltsleiter bemüht eloquent Kant, um die Zwangsjacke zur Freiheitsjacke zu deklarieren.Und im Rosengarten der HTWG werden weisse Rüben geerntet. Der Mix passt zum Beginn der Fasnacht - Scherz, Ironie und tiefere Bedeutung.
Das Stück ist ein Beitrag zum "Jahr der Wissenschaft 2009" der Stadt Konstanz. (gd)

Das Greuelmärchen wird vom 19. bis 22. November im Gebäude G (Rheingutstr. 28) der HTWG aufgeführt, Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Alle Informationen hier

Mailticket


Landeslehrpreis am 28. November

Die Verleihung des Landeslehrpreises für die Fachhochschulen in Baden-Württemberg findet am Freitag, 28. November, um 13 Uhr, im Oberen Saal des Konstanzer Konzilgebäudes statt. Die Veranstaltung der Hochschule Konstanz wird in Kooperation mit der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Fachhochschulen in Baden-Württemberg durchgeführt.

Begrüßt werden die Gäste von HTWG-Präsident Dr. Kai Handel und Professor Dr.-Ing. Winfried Lieber, Rektor der Hochschule Offenburg und Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen in Baden-Württemberg.
Um 13.30 Uhr beginnt ein Festvortrag von Professor Dr. Klaus Kornwachs von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus mit dem Titel "Viel Denken, nicht viel Wissen ist zu pflegen (Demokrit)".

Im Anschluss wird der Landeslehrpreis vom baden-württembergischen Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg, verliehen. Unter den Preisträgern ist auch ein Professor der HTWG Konstanz. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

Das komplette Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Eine Wegbeschreibung und Informationen über Parkmöglichkeiten finden Sie hier.

Anmeldungen sind auch per E-Mail hier möglich. Bitte geben Sie an, ob Sie in Begleitung kommen.


Weitere aktuelle Infos



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19.11.2008 / Dr. Adrian Ciupuliga


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